Ziele des Innovationsforums

sind die Erschließung und Nutzung der zunehmend offen verfügbarer Geodaten für neue Anwendungsfelder, ferner die Förderung der Zusammenarbeit und Vernetzung der Akteure der Geoinformationswirtschaft.

Die Umsetzung beinhaltet die Erfassung des „State-of-Play“, der Kompetenzen, Ressourcen und Kooperationen der regionalen Geoinformationswirtschaft. Der Aufbau eines arbeitsfähigen Netzwerkes bildet die nachhaltige Kommunikationsplattform zur Entwicklung von Ideen und Lösungsansätzen für innovative Produkte, Leistungen und Geschäftsmodelle, auch abseits „eingetretener Wege“. Die Entwicklung einer Strategie zur nachhaltigen Institutionalisierung des Kooperationsnetzwerkes sowie die Kommunikation von Aktivitäten und Ergebnissen soll die Öffentlichkeit sowie Stakeholder der Geoinformationswirtschaft für deren Aufgaben, Ziele und Perspektiven sensibilisieren.

Entsprechend der regionalen Wirtschaft erfolgt die Umsetzung in diesen vier Handlungsfeldern:

  • Urbane und Raumplanung,
  • Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft,
  • Tourismus,
  • Maritime Umwelt und Verkehr

 

Das Innovationsfeld

Die Verfügbarkeit von zwei- und dreidimensionalen Geodaten, leistungsfähigen Dateninfrastrukturen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen („Open-Data-Charter“) eröffnen der Geoinformationswirtschaft vielfältige Möglichkeiten für neue Produkte, Leistungen und Geschäftsmodelle. Die Partizipation an Entwicklungen für die oft regionalen kleinen und mittleren Unternehmen ist nur durch stärkere Vernetzung mit öffentlichen Einrichtungen, großen Unternehmen, überregionalen Partnern sowie durch intensivere Einbindung von Wissenschaft, Forschung und Lehre realisierbar.

Das Vorhaben verfolgt den Aufbau eines nachhaltig arbeitsfähigen, fachlich interdisziplinär ausgerichteten Netzwerkes zur Förderung von Innovationen in der Geoinformationswirtschaft als Keimzelle zur Ansiedlung neuer innovativer Unternehmen in der Region und überregionaler Vernetzung und Kooperation. Dafür sollen vorhandene Kompetenzen, Ressourcen und Kooperationen der Geoinformationswirtschaft im Austausch mit sowohl regionalen, überregionalen als auch grenzüberschreitenden Akteuren miteinander und gemeinsam mit branchenfremden Impulsgebern gebündelt werden.

 

 

Die Region

Das Land Mecklenburg-Vorpommern und insbesondere die Regiopolregion Rostock verfügen über eine Vielzahl von infrastrukturellen und naturgegebenen Alleinstellungsmerkmalen für die Umsetzung des Projekts. Die Bedingungen für die Erforschung, Entwicklung und Umsetzung von Teil- und Systemlösungen der Geoinformatik sind mit dem ausgeprägten und hervorragenden wissenschaftlichen Umfeld der Universität mit seinen namhaften Vertretern der Geodäsie und Geoinformatik sowie durch eine weitverzweigte Geoinformationswirtschaft gegeben. Ferner bieten sich Anwendungsfelder in der Land-, Forst- und Gewässerwirtschaft, im Tourismus sowie in der maritimen Wirtschaft als ideales Anwendungs- und Testgelände an.

 

Partner und Kompetenzen

Maßgeblich unterstützt wird das Vorhaben durch die praxisnahen Forschungskompetenzen der Professur für Geodäsie und Geoinformatik der Universität Rostock, durch Experten der DVZ – Datenverarbeitungszentrum M-V GmbH, des Instituts für Kommunikation und Navigation des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt sowie durch den Verein der Geoinformationswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern. Als kompetente wirtschaftliche Partner engagieren sich die BFPI GmbH, die Geoinformatik-Anwendungen unter Einsatz mobiler Endgeräte zur Lösung von gesellschaftlichen Problemstellungen der Sicherheit entwickelt sowie die CiS GmbH, die über umfangreiche Kompetenzen in der Herstellung und Anwendung von Drohnen zur Gewinnung von Georohdaten verfügt. Daneben haben weitere Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen ihre aktive Mitarbeit bestätigt.

Die ATI Küste GmbH als Mitinitiator und Koordinator des Innovationsforums gewährleistet die Organisation und Einbindung aller wichtigen regionalen und überregionalen Leistungsträger als Netzwerkpartner.

 

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Innovationsforen Mittelstand“ des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft (BMBF) durchgeführt.